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Abbruch der XXL Spielzeit 2019/2021


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Der Saisonabbruch ist unumgänglich! Die Frage ist nur wie. Entsprechend seines im Frühjahr beschlossenen Vier-Punkte-Plans bezieht der BFV-Vorstand alle bayerischen Vereine in den Entscheidungsprozess für das komplexe Thema ein. (BFV)

Bis zum 18.05.2021 um 10:00 Uhr sollen alle ca. 3600 bayerischen Vereine zwischen zwei Optionen wählen und abstimmen. Die Optionen sind folgende:


(Option 1) Es gilt §93 der Spielordnung – Abbruch der Saison 2019/21

Feststellung der Abschlusstabellen über Quotientenregel, Festaufsteiger nach oben, Festabsteiger nach unten, Auf- und Abstiegs - Releganten verbleiben in der Liga


Kurzbegründung: Es soll die verabschiedete Regelung aus dem Sommer 2020 angewendet werden, die vor Wiederaufnahme des Wettkampfspielbetriebs im September und Oktober 2020 beschlossen worden ist und zwar exakt für diesen Fall des pandemiebedingten Abbruchs. Die diesbezügliche Ergänzung der Spielordnung wurde wie vorgeschrieben veröffentlicht, darüber hinaus per Medienmitteilung kommuniziert und bundesweit in diversen Medien aufgegriffen und veröffentlicht. Viele Landesverbände haben mittlerweile identische oder ähnliche Regelungen beschlossen. Jeder Verein hatte Zeit, sich auf die Konstellation einzustellen. Nachdem mehr als 75 Prozent der Mannschaften mehr als 50 Prozent der Spiele absolviert haben, besitzt die Tabelle auch eine akzeptable sportliche Aussagekraft.

Konsequenz: Die Ligen sind in der Zusammensetzung ab der neuen Saison 2021/22 näher an den annähernden Sollstärken. Mit diesem Weg hätten wir schneller Klarheit über Auf-und Abstieg, die Rückkehr zur „Normalität“ ist schneller wahrscheinlicher. Auf-und Abstieg findet statt eben um die Releganten vermindert, aber zumindest haben wir ein sportliches Abbild der bisherigen Spiele.


(Option 2) Es gilt § 93 der Spielordnung – Abbruch der Saison 2019/21, Feststellung der Abschlusstabellen über Quotientenregel, ABER neben Festaufsteigern steigen auch die Releganten auf, keine Absteiger


Kurzbegründung: Die Corona-Saison 2019/21 hat eine Vielzahl nicht vorhersehbarer Konstellationen mit sich gebracht; das sportliche Tabellenbild ist weniger aussagekräftig als sonst. Die Tabellensituation wird zum Teil als unfairer oder als weniger durch die eigene Leistung beeinflussbar angesehen. Einzelne Härtefälle könnten so vermieden werden. Manche Vereine sollen im Herbst aus „taktischen Gründen“ nicht zu Spielen angetreten sein, um ihren Quotienten zu verbessern oder zumindest nicht zu verschlechtern (Dies wurde uns zumindest vereinzelt von manchen Vereinen übermittelt, auch wenn wir keine Belege hierfür haben).

Konsequenz: Das Corona-Jahr produziert zumindest sportlich gesehen keine Verlierer. Die außergewöhnlichen Ereignisse führen zu keinen Absteigern, dafür zu mehr Aufsteigern. Dies führt aber in etlichen Fällen zu „übervollen“ Ligen und zu einem verstärkten Abstieg in den nächsten beiden Spieljahren, da wir in absehbarer Zeit wieder eine Spielorganisations-Pyramide gemäß den Sollzahlen jeder Liga erreichen müssen. Zudem fehlen in den untersten Ligen Vereine.

Da dies eine Änderung einer bestehenden Regelung der Spielordnung darstellt, die ausdrücklich für die aktuelle Situation eingeführt worden ist, kann diese Abweichung nur durch einen Außerordentlichen Verbandstag geregelt werden. Die bis dahin bestehende Unsicherheit, ob der Verbandstag eine solche Regelung wirklich verabschiedet, lässt sich aus rechtlichen Gründen nicht vermeiden. Rechtliche Klarheit kann bei dieser Variante deshalb frühestens erst Mitte Juni final erzielt werden, auch wenn der Vorstand dem Verbandstag eine Abstimmung gemäß des Mehrheitsvotums empfehlen wird.


Auf diesen Seiten sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu vom bayerischen Fussballverband festgehalten. Wir müssen jetzt warten und hoffen, dass unser Favorit gewählt wird.

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